Karlspreis für Draghi: Direktorium fordert sofortige Umsetzung seiner EU-Pläne

upday.com 2 hours ago
Mario Draghi erhält den Karlspreis 2026 für seine Verdienste um Europa (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Mario Draghi erhält den Karlspreis 2026. Das Karlspreis-Direktorium zeichnet den ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank und früheren italienischen Regierungschef am 14. Mai in Aachen aus. Die Entscheidung ist ein «bewusst gesetztes» Signal an die EU-Spitzen: Sie sollen Draghis Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit endlich in die Tat umsetzen.

Das Direktorium würdigt den 78-Jährigen als Persönlichkeit, «die zielgerichtet und mit unerschütterlicher Entschlossenheit Großes für Europa geleistet hat». Im Zentrum steht dabei Draghis Report von 2024, der vor einem Abrutschen Europas hinter Wirtschaftsmächte wie die USA und China warnt. Der Report fordert mehr Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

Dringlicher Appell an Brüssel

Die Begründung des Direktoriums hat einen kämpferischen Ton. «Die Lage ist dramatisch», heißt es. «Europa droht zum Spielball anderer Mächte zu werden.» Wirtschaftliche Stärke sei die Grundlage für Europas Handlungsfähigkeit. Das Direktorium richtet einen klaren Appell an die Entscheidungsträger: «Wir fordern die Europäische Kommission und europäischen Staats- und Regierungschefs auf, jetzt den Draghi-Report umzusetzen.»

Draghi selbst hatte erst kürzlich in Brüssel Ernüchterung über den Umsetzungsstand seiner Empfehlungen durchblicken lassen. «Die Schwachstellen nehmen zu», sagte er.

Wichtigste Auszeichnung für Europa

Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als bedeutendste Ehrung für Verdienste um die europäische Einigung. Traditionell wird er an Himmelfahrt verliehen. Aachener Bürger gründeten den Preis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Er ist nach Kaiser Karl dem Großen benannt, dessen Frankenreich im frühen Mittelalter weite Teile Westeuropas umfasste.

Zu den ersten Preisträgern gehörten Bundeskanzler Konrad Adenauer (1954) und der britische Ex-Premier Winston Churchill (1955). Im vergangenen Jahr erhielt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Auszeichnung. Draghi ist der erste italienische Karlspreisträger seit dem Friedensvermittler Andrea Riccardi, Gründer der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio, im Jahr 2009.

Seit dem vergangenen Jahr ist der Karlspreis mit einer Million Euro dotiert. Ein Aachener Ehepaar stiftete das Preisgeld für pro-europäische Projekte.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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