Eine Samba-Schule in Rio de Janeiro hat Brasiliens Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva beim Karneval gehuldigt und damit eine Debatte über vorzeitige Wahlwerbung ausgelöst. Oppositionsparteien versuchten die Parade juristisch zu stoppen, scheiterten aber vor dem Obersten Wahlgericht. Der Linkspolitiker Lula strebt im Oktober eine vierte Amtszeit an.
Die Samba-Schule "Acadęmicos de Niterói" trat am Sonntagabend (Ortszeit) beim ersten Abend der Elite-Klasse-Paraden im Sambodrom auf. Die Hommage trug den Titel «Vom Gipfel des Mulungu entspringt die Hoffnung: Lula, der Arbeiter Brasiliens» und zeichnete den Weg des ehemaligen Metallarbeiters zum Staatschef nach. Lula verfolgte die Show aus der VIP-Loge.
Rechtliche Kontroverse
Die Oppositionsparteien argumentierten, die Parade stelle unzulässige Wahlwerbung dar. Nach brasilianischem Wahlrecht ist Wahlkampf für einen Kandidaten erst nach dessen offizieller Registrierung erlaubt. Lula hat zwar seine Kandidatur angekündigt, diese aber noch nicht formell registriert. Das Wahlgericht wies die Klage ab, warnte jedoch, der Karneval dürfe nicht für unzulässige Wahlpropaganda missbraucht werden.
Mehrere Minister sagten ihre Teilnahme in Lulas Delegation ab. Die Debatte über die Rechtmäßigkeit der Hommage hatte bereits vor der Parade begonnen. Verstöße gegen das Verbot vorzeitiger Wahlwerbung können mit Bußgeldern und in schweren Fällen mit Verfahren wegen politischen Machtmissbrauchs geahndet werden.
Größte Party der Welt
Der Karneval in Rio gilt als größte Party der Welt. Zwölf Top-Schulen treten an drei Abenden auf, eine Jury bewertet Kostüme, Wagen, Musik und Gesamtpräsentation. Die Stadtverwaltung erwartet rund acht Millionen Besucher in der Metropole und einen wirtschaftlichen Umsatz von etwa 950 Millionen Euro. Neben den nächtlichen Paraden im Sambodrom finden hunderte Straßenumzüge statt.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.









