US-Präsident Donald Trump hat am Freitag Führungskräfte von 17 Öl-Konzernen ins Weiße Haus geladen, um mindestens 100 Milliarden Dollar für Investitionen in Venezuelas Öl-Sektor zu mobilisieren. Das Treffen endete mit einer Konfrontation: ExxonMobil-Chef Darren Woods erklärte Venezuela zunächst für "nicht investierbar" – woraufhin Trump drohte, andere Unternehmen zu finden. Letztlich lenkte Woods ein und sagte zu, ein technisches Team nach Venezuela zu schicken.
Das Treffen fand wenige Tage nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte statt. Trump will die Kontrolle über Venezuelas Ölverkäufe übernehmen und verspricht den Konzernen "absolute Sicherheit".
Scharfe Kritik von ExxonMobil
Woods kritisierte laut Financial Times die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Venezuela. «Wenn wir uns die rechtlichen und wirtschaftlichen Strukturen und Rahmenbedingungen ansehen, die heute in Venezuela bestehen, dann ist das Land derzeit nicht investierbar», sagte der ExxonMobil-Chef.
Er forderte grundlegende Änderungen: «Es müssen erhebliche Änderungen an diesen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und am Rechtssystem vorgenommen werden, es muss dauerhafte Investitionsschutzmaßnahmen geben», so Woods. ExxonMobil hatte bereits zweimal Enteignungen in Venezuela erlebt – zuletzt 2007 unter Hugo Chávez.
Trump droht mit Ersatz
Trump reagierte auf die Kritik mit einer Drohung: «Wenn Sie nicht mitmachen wollen, sagen Sie mir einfach Bescheid, denn ich habe 25 Leute, die heute nicht hier sind, aber bereit wären, Ihren Platz einzunehmen», sagte der Präsident während des Treffens.
Er stellte klar, dass die Investitionen von den Unternehmen selbst kommen müssen: «Unsere großen Öl-Konzerne werden mindestens 100 Milliarden Dollar ihres eigenen Geldes ausgeben – nicht das Geld der Regierung», betonte Trump. Die Regierung solle nur für Schutz sorgen.
Sicherheitsgarantien durch USA
Trump versprach den Managern direkte Verhandlungen mit den USA statt mit Venezuela. «Sie haben absolute Sicherheit», sagte er. «Sie verhandeln direkt mit uns und haben überhaupt nichts mit Venezuela zu tun. Wir wollen nicht, dass Sie mit Venezuela verhandeln.»
Die Sicherheit solle durch Zusammenarbeit mit venezolanischen Führungskräften und der Bevölkerung gewährleistet werden – nicht durch US-Truppen. Trump zeigte sich überzeugt, dass die Öl-Industrie auch in schwierigen Regionen arbeiten könne.
Andere Konzerne zeigen sich offener
Chevron, das bereits in Venezuela aktiv ist, kündigte an, seine Produktion um 50 Prozent steigern zu können. Derzeit fördert das Unternehmen 240.000 Barrel pro Tag. Eine Ausweitung wäre innerhalb von 18 bis 24 Monaten möglich.
Shell-Chef Wael Sawan sprach von «Investitionsmöglichkeiten in Höhe von mehreren Milliarden Dollar», sofern die USA Sanktionsausnahmen gewähren. Insgesamt nahmen Vertreter von Chevron, ExxonMobil, ConocoPhillips, Halliburton, Valero, Marathon, Shell, Trafigura, Eni und Repsol teil.
Vereinbarung nach Verhandlungen
Nach Gesprächen hinter verschlossenen Türen verkündete Trump eine Einigung: «Wir haben sozusagen eine Vereinbarung getroffen. Sie werden Hunderte von Milliarden Dollar investieren und Öl fördern – das ist gut für Venezuela und großartig für die Vereinigten Staaten. Es wird viel Geld verdient werden.»
Woods bestätigte, dass ExxonMobil innerhalb weniger Wochen ein Team nach Venezuela schicken werde, um die Lage zu bewerten. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die notwendigen Änderungen umgesetzt werden können.
Lange Geschichte der Enteignungen
Die Skepsis der Öl-Konzerne hat einen konkreten Grund: 2007 nationalisierte Venezuela unter Hugo Chávez zahlreiche ausländische Öl-Projekte. ExxonMobil und ConocoPhillips verloren dabei Milliarden und kämpfen bis heute in internationalen Schiedsverfahren um Entschädigung.
Seit 2019 belegen die USA Venezuela mit Sanktionen. Chevron betreibt als einziger US-Konzern weiterhin Geschäfte im Land – mit einer Sondergenehmigung der US-Regierung.
USA plant Kontrolle über Ölverkäufe
Die Trump-Regierung will die Kontrolle über venezolanische Ölverkäufe "auf unbestimmte Zeit" übernehmen. Energieminister Chris Wright erklärte, die Unternehmen hätten "enormes Interesse" gezeigt. Die USA planen, in den kommenden Tagen Sanktionen gezielt aufzuheben.
Venezuela verfügt über die weltweit größten Ölreserven mit 303 Milliarden Barrel. Die aktuelle Produktion liegt jedoch unter einer Million Barrel pro Tag. Experten schätzen, dass der Wiederaufbau acht bis zwölf Jahre dauern könnte, bis eine Produktion von drei Millionen Barrel täglich erreicht wird.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.
















