Die Jury für das «Unwort des Jahres» gibt heute um 9 Uhr in Marburg ihre Entscheidung für 2025 bekannt. Mehr als 2.600 Vorschläge wurden eingereicht, darunter mehrere Begriffe, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verwendet hat.
Zu den vorgeschlagenen Wörtern zählen «Asylwende», «Deal», «Drecksarbeit» und «Stadtbild». Merz hatte «Drecksarbeit» in einem TV-Interview zum zwölftägigen Krieg zwischen Israel und Iran benutzt. Den Begriff «Deal» verwendet US-Präsident Donald Trump besonders häufig.
Der Begriff «Stadtbild» fiel im Oktober, als Merz über Fortschritte in der Migrationspolitik sprach. Der Kanzler sagte: «[...] aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem.» Später präzisierte er, dass er damit Migranten ohne Bleibeperspektive meinte, die nicht arbeiten und sich nicht an Regeln in Deutschland halten.
Die Aktion «Unwort des Jahres» läuft seit 1991 und soll für einen angemessenen Sprachgebrauch sensibilisieren. Die Jury aus vier Linguisten und einem Journalisten bewertet Formulierungen, die gegen Menschenwürde oder Demokratie verstoßen, gesellschaftliche Gruppen diskriminieren oder euphemistisch und verschleiernd sind.
Im vergangenen Jahr hatte die Jury «Biodeutsch» zum Unwort 2024 gewählt. Für 2024 waren insgesamt 3.172 Vorschläge eingereicht worden.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.
