Tausende Menschen haben in mehr als 400 tschechischen Städten und Gemeinden für Präsident Petr Pavel demonstriert. Die Initiative «Millionen Augenblicke für Demokratie» rief zur Unterstützung für das liberale Staatsoberhaupt auf, das sich in einem scharfen Konflikt mit der rechtspopulistischen Regierung befindet. Im Zentrum des Streits steht die Forderung der mitregierenden Autofahrerpartei Motoristen nach einem Ministerposten.
In der zweitgrößten Stadt Brünn demonstrierten 8.000 bis 10.000 Menschen, wie die Nachrichtenagentur CTK berichtete. In kleineren Städten wie Ostrau und Pardubitz gingen jeweils mehrere Hundert auf die Straße. Teilnehmer trugen Bilder von Präsident Pavel und Transparente mit Aufschriften wie «Ich stehe zum Präsidenten» und «Ich schäme mich für die gegenwärtige Regierung».
Der Konflikt entzündete sich an der Personalie Filip Turek. Die Motoristen fordern für ihren Ehrenvorsitzenden einen Ministerposten, doch Präsident Pavel lehnt Tureks Ernennung wegen dessen angeblicher rassistischer und sexistischer Äußerungen in der Vergangenheit ab. Ende Januar warf Pavel dem Motoristen-Chef und Außenminister Petr Macinka einen Erpressungsversuch vor. ANO, Motoristen und die ultrarechte Partei Freiheit und direkte Demokratie regieren mit 108 der 200 Sitze im Abgeordnetenhaus.
Weitere Proteste geplant
Bereits am 1. Februar hatten in Prag nach Angaben der Organisatoren bis zu 90.000 Menschen für den Präsidenten demonstriert. Die Initiative «Millionen Augenblicke für Demokratie» plant für den 21. März eine weitere Massenkundgebung am Letna-Hügel in der Hauptstadt. Das Motto der Veranstaltung lautet: «Wir lassen uns nicht unsere Zukunft stehlen!»
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.








