WhatsApp hat der russischen Regierung vorgeworfen, eine komplette Blockade des Messenger-Dienstes anzustreben. Diese würde mehr als 100 Millionen Nutzer von sicherer und privater Kommunikation ausschließen und die Sicherheit der Menschen in Russland verringern, kritisierte der zu Meta gehörende Dienst. Der Kreml verteidigt die Maßnahme mit dem Verweis auf die Nichteinhaltung russischer Gesetze durch Meta.
WhatsApp ist derzeit in Russland noch über VPN-Verbindungen nutzbar. Anrufe über den Dienst funktionieren allerdings bereits nur noch über solche virtuellen privaten Netzwerke. Der Meta-Konzern, zu dem WhatsApp gehört, war zuvor in Russland als «extremistisch» verboten worden. Die Plattformen Instagram und Facebook sind bereits blockiert.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow rechtfertigte die Blockade-Bestrebungen gegenüber der russischen Staatsagentur Tass «aufgrund der Weigerung des Unternehmens Meta, sich an die Vorschriften und den Wortlaut des russischen Gesetzes» zu halten. Ein uneingeschränkter Betrieb sei möglich, wenn Meta sich an die Gesetze halte und den Dialog aufnehme.
WhatsApp verpflichtete sich, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Nutzer weiterhin verbunden zu halten. Die Moskauer Telekommunikations-Aufsichtsbehörde Roskomnadsor wirft dem Dienst vor, für die «Organisation terroristischer Aktivitäten im Land genutzt» zu werden sowie für «Betrug und zur Erpressung von Geld von Bürgern eingesetzt» zu werden.
Alternative und weitere Einschränkungen
Als Alternative zu WhatsApp wird in Russland der inländische Messenger Max gefördert. WhatsApp bezeichnete diesen als «staatlichen Überwachungs-App», zu der die russische Regierung Nutzer drängen wolle. In Bildungseinrichtungen und vielen anderen staatlich regulierten Bereichen ist Max für Chatgruppen bereits vorgeschrieben.
Auch die Funktionen anderer internationaler Messenger-Apps wie Telegram und Apples iMessage sind in Russland eingeschränkt. Die jüngste Verlangsamung von Telegram hat besonders unter Geschäftsleuten für Unruhe gesorgt. Prominente Politiker haben die Angriffe von Roskomnadsor gegen Telegram scharf kritisiert.
Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine haben die russischen Behörden die Kontrolle und Zensur des Internets drastisch verschärft. Russische Unternehmen klagen über Schäden an der Internet-Infrastruktur durch die Zensurmaßnahmen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.









