Mehr als eine Woche nach Beginn landesweiter Proteste im Iran haben sich die Demonstrationen zugespitzt – besonders in der Hauptstadt Teheran. Sicherheitskräfte setzten Tränengas gegen Demonstranten ein, Videos in sozialen Medien zeigen brennende Sicherheitsfahrzeuge und große Menschenmengen. Die iranischen Behörden reagierten mit einem landesweiten Internet-Blackout, während US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung erneut mit harten Strafen drohte.
Die Proteste erreichten einen Höhepunkt in Teheran und breiteten sich erneut in vielen Metropolen des Landes aus. In Maschhad im Nordosten beschrieben Einwohner die Szenen auf den Straßen als «wie Krieg». Von Fenstern und Balkonen riefen Menschen am Abend über die Dächer: «Tod dem Diktator» und «Das ist der letzte Kampf, Pahlavi kommt zurück» – eine Anspielung auf Reza Pahlavi, den Sohn des 1979 gestürzten Schahs, der zu Protesten am Donnerstag und Freitag aufgerufen hatte.
Nach Angaben der in Oslo ansässigen Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) wurden bisher 45 Demonstranten getötet. Direktor Mahmood Amiry-Moghaddam erklärte: «Die Fakten zeigen, dass die Repressionen von Tag zu Tag gewalttätiger und umfassender werden.»
Internet-Blackout isoliert Bevölkerung
Die iranischen Behörden schalteten das Internet landesweit ab und schnitten damit die Bevölkerung weitgehend von der Außenwelt ab. Die auf Netzwerksperren spezialisierte Organisation Netblocks berichtete von einem "Internet-Blackout". Das IT-Unternehmen Cloudflare registrierte am Donnerstag einen Rückgang des Webtraffics um rund 90 bis 100 Prozent. Auch telefonische Kontakte waren für viele Bürger nicht mehr erreichbar. Lediglich ein kleiner Teil des Regierungs-, Militär- und Machtapparats kann das Internet vermutlich weiterhin nutzen.
Trump droht iranischer Führung
US-Präsident Trump äußerte sich in einem am Donnerstag veröffentlichten Podcast der "Hugh Hewitt Show" zu den Protesten. Er bezeichnete die Iraner als «mutige Menschen» und drohte der iranischen Führung: «Ich habe ihnen mitgeteilt, dass wir sie hart bestrafen werden, falls sie anfangen, Menschen zu töten, was sie während ihrer Unruhen, die ja häufig vorkommen, gerne tun.» Wann das Gespräch aufgezeichnet wurde, blieb unklar.
Auslöser und historischer Kontext
Die aktuelle Protestwelle begann Ende Dezember und wurde durch eine massive Wirtschaftskrise und einen plötzlichen Absturz der nationalen Währung Rial ausgelöst. Zunächst protestierten aufgebrachte Händler in Teheran, bevor sich die Demonstrationen landesweit ausbreiteten. Präsident Massud Peseschkian hatte am Mittwoch die Sicherheitskräfte zu Zurückhaltung aufgerufen.
Einen ähnlichen Internet-Shutdown hatte es vor rund sechs Jahren gegeben, als Proteste gegen steigende Benzinpreise das Land erschütterten. Damals dauerte die Sperre fast eine Woche an und führte nach Schätzungen von Menschenrechtsaktivisten zu Hunderten Toten unter den Demonstranten.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.










