Lawrow attackiert Merz nach Hitler-Vergleich: Warnung vor deutscher Selbstüberschätzung

upday.com 2 hours ago
Russlands Außenminister Sergej Lawrow bei seiner Jahrespressekonferenz in Moskau (Symbolbild) (Photo by TATYANA MAKEYEVA / AFP via Getty Images) Getty Images

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat zum Jahresauftakt bei einer Pressekonferenz scharfe Attacken gegen Europa und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gerichtet. Gleichzeitig zog er einen bemerkenswerten Vergleich zwischen der russischen Annexion der Krim und der aktuellen Grönland-Debatte um US-Präsident Donald Trump, während die russische Armee weiter Ziele in der Ukraine bombardiert.

Lawrow griff Merz für dessen frühere Aussage an, Deutschland solle wieder über die stärkste Armee Europas verfügen. «Derselbe Herr Merz sagte kürzlich, dass man Russland nicht erlauben dürfe, in der Ukraine zu gewinnen, da dies einer Beschwichtigung Hitlers gleichkäme», sagte der russische Chefdiplomat. Er fügte hinzu: «Nur wenige haben darauf geachtet, aber es wäre lohnenswert gewesen.» Lawrow verwies auf die Geschichte: «Erinnern wir uns gut daran, wohin eine solche Selbstüberschätzung der deutschen Führung mehrmals in der Geschichte geführt hat.»

Der Außenminister behauptete, die Europäer seien «reingesteigert in den Hass auf Russland» und bereiten einen «Krieg gegen Russland» vor. Den baltischen Staaten warf er «Russophobie» vor. Das Ziel, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen, «wird zwar nicht mehr so oft erwähnt, aber dennoch scheint es nach wie vor in den Köpfen und Plänen vor allem der europäischen Staats- und Regierungschefs präsent zu sein», so Lawrow.

Grönland-Vergleich mit Krim-Annexion

Zur Grönland-Debatte erklärte Lawrow am Dienstag: «Wir haben mit dieser Frage nichts zu tun.» Er wies Vorwürfe Trumps zurück, Russland oder China planten einen Angriff auf Grönland. Stattdessen zog er eine Parallele zur russischen Annexion der Krim 2014: Die Krim sei für Russlands Sicherheit ebenso wichtig wie Grönland für die USA. Lawrow bezeichnete Grönland als «koloniale Eroberung» und «nicht natürlichen Teil» Dänemarks und betonte das «Recht auf Selbstbestimmung» der Völker.

Kremlsprecher Dmitri Peskow, ein Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin, hatte am Vortag erklärt, Experten seien sich einig, dass Trump in die «Weltgeschichte» eingehen würde, sollte er Grönland mit den USA vereinen.

Dramatische Lage in Kyjiw

Während Lawrow sprach, setzt die russische Armee ihre Angriffe auf die Ukraine fort. Nach jüngsten Bombardements sind rund 6.000 Wohnhäuser in Kyjiw ohne Heizung, große Teile der Stadt haben kein fließendes Wasser. Der Angriff beschädigte eine Grundschule. Die Temperaturen liegen bei minus 15 Grad.

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, schrieb am Dienstag auf der Plattform X: «Tausende Häuser in Kyjiw sind nach Russlands Angriff ohne Heizung. Draußen sind es minus 15 Grad.» Er fragte: «Wie viele Weckrufe braucht man noch?»

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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