Five options for Europe: How the continent could become nuclear-independent

upday.com 1 hour ago
Wissenschaftler fordern Europa zur nuklearen Eigenständigkeit auf (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Wissenschaftler warnen Europa vor einer gefährlichen Lücke in der nuklearen Abschreckung. In einem Bericht zur Münchner Sicherheitskonferenz, die am Freitag beginnt, fordern Experten die europäischen Verbündeten auf, rasch zu handeln und nukleare Abschreckung nicht länger an die USA auszulagern. Die Europäische Union müsse sich direkt mit der Rolle von Atomwaffen in der Verteidigung auseinandersetzen.

Die European Nuclear Study Group, die den Bericht verfasst hat, stellt klar: «Die Europäer können das Nachdenken über nukleare Abschreckung nicht weiter an die USA auslagern. Die Ära, in der sich Europa nukleare Nachlässigkeit leisten konnte, ist vorbei», heißt es in dem Papier. Die Wissenschaftler warnen, dass es für Europa «keinen guten Weg» mit weniger US-Unterstützung gebe.

Die Forscher fordern von den europäischen Entscheidungsträgern konkrete Schritte: «Wie unbequem die Debatte auch sein mag, das neue Sicherheitsumfeld erfordert es, dass europäische Entscheidungsträger die Rolle von Atomwaffen in der Verteidigung direkt und ohne Verzögerung angehen - und die nötigen Ressourcen bereitstellen, um das kompetent zu machen», so die Wissenschaftler. Dies sei der «Preis, um ein strategisches Scheitern zu vermeiden».

Kallas fordert offene Debatte

EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat sich für eine offene Debatte über europäische nukleare Abschreckungsfähigkeiten ausgesprochen. Die transatlantische Allianz sei «nicht mehr das, was sie einmal war», stellte Kallas kurz vor der Münchner Sicherheitskonferenz fest.

Pistorius äußert Vorbehalte

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) reagierte zurückhaltend auf die Forderungen. In Brüssel sagte er am Mittwoch, in der neuen US-Verteidigungsstrategie sei «keinerlei Anhaltspunkt zu finden, dass die Amerikaner die Absicht haben, sich aus ihrer nuklearen Abschreckungsverantwortung für Europa innerhalb der Nato zurückzuziehen».

Pistorius warnte vor unrealistischen Erwartungen: «Man kann über alles spekulieren, aber zu glauben, wir wären in der Lage, jetzt oder in fünf oder gar in zehn Jahren den nuklearen Abschreckungsschirm der Amerikaner ersetzen, der mag das glauben. Ich glaube, das Signal ist falsch», so der Minister.

Fünf Optionen im Bericht

Der Bericht der European Nuclear Study Group untersucht fünf verschiedene Optionen für die europäische nukleare Abschreckung. Diese reichen von der fortgesetzten Abhängigkeit von US-Abschreckung über die Stärkung europäischer Atommächte wie Großbritannien und Frankreich bis zur Entwicklung einer gemeinsamen europäischen nuklearen Abschreckung. Auch unabhängige Schritte einzelner Nationen sowie Investitionen in rein konventionelle Abschreckung ohne Atomwaffen werden als mögliche Wege aufgezeigt.

Die Debatte über den richtigen Weg für nukleare Abschreckung, lange als «unantastbar» betrachtet, sei nun wichtig und unvermeidbar geworden, betonen die Forscher. Die European Nuclear Study Group wurde 2024 als Initiative der Münchner Sicherheitskonferenz, der Hertie School in Berlin und der Universität St. Gallen in der Schweiz gegründet.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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